Was sagt die Bibel zum Thema Flüchtende, Fremde und Ausländer?:

Aufruf zu christlichem Leben

Die Bruderliebe soll bleiben. Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt!  Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib! (Hebräerbrief 13,1 ff)

"Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, den sollt ihr nicht schinden. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ãgyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott. (3.Mose 19.33)

"Der HERR schafft Recht den Waisen und Witwen und hat Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gibt. Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben“. (5.Mose 10,18.19)

"Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus". (Galater 3,28)

"Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!" (Galater 5,15) 

"Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat, zu Gottes Lob". (Römer, Kapitel 15 Vers 7)

Wenn wir uns ansehen wie Jesus Christus gehandelt hat, dann wird uns bewusst, dass er alle Menschen liebt und ganz besonders ein Herz für die Schwachen und diejenigen am Rand der Gesellschaft hat.

Jesus hat dabei mehr als einmal ethische und gesellschaftliche Grenzen der damaligen Zeit überschritten. 

  • Er stellte sich schützend vor die Frau auf die alle mit dem Finger zeigten. (Johannes 8)
  • Er traf sich mit Leuten, welche als Sünder bekannt waren und hat mit ihnen gespeist. (Matthäus 9,9)
  • Er nahm den kranken Mann in den Arm, welcher aufgrund seiner Krankheit von der Gesellschaft ausgestossen wurde. (Johannes 5)
  • Er ging auf Menschen zu, obwohl diese aus einem anderen Volk kamen und eine andere Religion hatten. ( Johannes 4)
  • Er sagte: Selig (glücklich) sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen. (Matthäus 5,9)
  • Liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Höchsten sein. (Lukas 6,35)

Wenn Christen ihre Mitmenschen so annehmen, wie Jesus Christus es vorgelebt hat, ehren und loben sie damit Gott.

Deshalb lasst uns die Angst vor der Andersartigkeit ablegen und jene bedingungslose Liebe, die uns Christus vorgelebt hat, in unserem Alltag weitergeben.

Es braucht natürlich Offenheit und Mut, wenn sich Menschen mit verschiedenen Ansichten, oder Herkunft unterhalten, achten und respektieren. Jung mit Alt, Arbeiter mit Akademiker, Konservativ mit Freigeist, Glaubende mit Skeptikern, Einheimische mit Zugereisten. Aber, so wird Gott geehrt!

Martin Luther meinte einst:

"Es ist leicht gesagt, dass man Gott lieb hat. Denn er kommt ja nicht persönlich zu uns. Aber man sehe zu, wie wir uns gegen die bedürftigen Leute verhalten."

Einfach zum Nachdenken

Die Gegenwart, sowie die Zukunft besteht aus Brücken und nicht aus Mauern oder Zäunen!  -  Und das war auch schon immer so!

Gott hat verschiedene Nationen erschaffen. Und das ist auch gut so, denn so wie die Blumen in der Natur verschieden, bunt und farbenfroh sind, so macht auch die Vielfalt der Kulturen unser Leben bunter und farbenfroher.

"Man wird nicht für sich allein ein "Ganzer", sondern nur mit anderen zusammen." (Zitat von Dietrich Bonhoeffer)

Ohne ausländische Zutaten, würde selbst vom schönen "Christ-Stollen" nur einfaches Brot übrigbleiben.

Und selbst dieses einfache Brot würde ohne "Ausländer" nicht besonders viel hergeben.

Der Weizen für das schöne weiße Mehl, stammt aus dem vorderen Orient. Die alten Ägypter erzeugten vor gut 6.000 Jahren das erste Brot, das dem hierzulande gleicht. Von Ägypten wanderte das Wissen um die hohe Kunst der Teigverarbeitung mit den Israeliten nach Griechenland, wo sie noch verfeinert wurde. Denn die Kultivierung der Hefe als Backtriebmittel erfolgte im antiken Griechenland.

Die alten Römer zeigten sich schließlich für die Verbreitung der Backkunst in ganz Europa verantwortlich., 

Die Zitronen kommen aus Israel, Spanien, Italien. Der Rum aus der Karibik oder Mauritius, Sultaninen aus der Türkei, Griechenland, Mandeln aus der Türkei, Iran, Irak, Vanille aus Madagaskar Reunion, und Zimt aus Sri Lanka.

Eine internationale Mischung also.

Übrigens: Kaffe stammt aus Afrika, Tee ist tamilisch, Schokolade mexikanisch, Nudeln aus Ostasien, Kartoffeln und Mais aus Lateinamerika,  Pizza aus Italien, das Wiener Schnitzel stammt aus Byzanz in der heutigen Türkei, Bier wurde höchstwahrscheinlich im Irak, Ägypten, oder China erfunden.

Auch würden viele ziemlich nackt herumlaufen, wenn sie alles "Ausländische" ausziehen, denn unser T-Shirt kommt aus Indien, Baumwolle aus Ägypten und den USA, die beliebte Jeans wurde von einem nach Amerika ausgewanderten Juden erfunden und wird heute in der Türkei produziert, Seide kommt aus Ostasien, die Schuhe aus Indien. Ziemlich kalt würde es ohne "ausländisches" auch werden, denn unser Öl ist saudisch, unser Gas russisch / syrisch. Überhaupt wäre es nicht möglich diesen Text zu lesen, denn unser Handy und der Computer ist chinesisch / koreanisch / japanisch, das erste Telefon stammt aus Ungarn und die Computersprache des Betriebssystems ist englisch. Und Papier wurde in Ägypten und China erfunden.

Überhaupt wäre es ohne ausländische Einflüsse schlecht um unser Zusammenleben bestellt, denn die Demokratie stammt aus Griechenland, die Rechtsprechung ist von römische Wurzeln beeinflusst. Unsere Zahlen sind arabisch, unsere Buchstaben lateinisch, die christliche Religion stammt vom Judentum ab, unser Musikstil wurde sehr vom keltischen Musikstil beeinflusst, und der tolle Schlagzeug-Rhythmus hat seine Wurzeln in Afrika. So wie eben auch unsere menschlichen Vorfahren !!!

Auch die Feste, die wir feiern sind international geprägt. Im November feiern unsere Kindergartenkinder mit Ihren Laternen einen ungarisch-römischen Soldaten namens Martin, im Dezember einen türkischen Bischof namens Nikolaus und zu Weihnachten den Geburtstag von Jesus Christus, welcher jüdisch-aramäisch war.

Kurz darauf gedenken wir ein paar jüdischen Hirten und wenig später, im Jänner, drei persisch-arabisch-afrikanischen Sterndeutern die von weit her anreisten um mit wertvollen Geschenken das Christuskind zu beschenken.

Lasst uns also aufhören über die Ausländer, oder den Welthandel zu murren und lasst uns doch einfach mal nachdenken !

Vorallem wir Menschen in Europa, profitieren von den Jahrtausendealten Handels-Verbindungen über die Grenzen hinweg. In kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht. Welch ein Glück und Segen, hier geboren zu sein.

Kein Mensch konnte sich aussuchen wo er geboren wurde, aber falls er die Möglichkeit hat, sollte er sich aussuchen können, wo und wie er die Zukunft verbringen möchte. 

Wir sind doch ALLESAMT Gäste und Pilger auf dieser EINEN Erde.

Es geht kein Mensch über diese Erde, den GOTT nicht liebt, denn ER hat jeden einzelnen geschaffen!

Wenn Sie entdecken, wie einzigartig Sie sind, gehen Ihnen plötzlich auch die Augen auf, wie einzigartig der andere ist."
(Zitat von Henri Nouwen)

 

HÖRTIPP: CD "Geliebtes Kind - weil du wertvoll bist

Durch ermutigende Botschaften aus dem Wort Gottes, untermalt mit inspirierender Musik, können Sie in entspannter Atmosphäre, Selbstannahme, inneren Frieden, neue Kraft und Motivation erleben. Sie finden die CDs online bei www.selamusic.at,

Hörproben finden Sie auf unserem Youtube-Kanal:

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein gesegnetes, glückliches und friedvolles neues Jahr !

Ihr Selamusic Team

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